1998 – Die Sucht wird größer

Joern September 2, 1998

1998 haben wir mal was anderes versucht. 10 Tage Türkei, all inclusive. Danke das wars.
Urlaub nur noch in den USA.
Darum mussten wir uns im Herbst ’98 nochmal eine Woche Florida gönnen.

Orlando
Die ersten beiden Tage haben wir in Orlando in einem Days Inn verbracht und sie war hauptsächlich mit Einkaufen gefüllt. Eingekauft haben wir hauptsächlich in den Läden bei Belz Factory Outlet. Viel kann man ja in einer Woche nicht machen, aber trotzdem haben wir sie richtig gut vollgepackt. Natürlich auch mit einigen Parks. Da wir ja alleine, ohne Kind, unterwegs waren, mussten wir da bei der Planung unserer Tage nicht auf Kindgerechtes achten. Das hieß auch mal wieder Universal Studios, da die doch mehr was für Erwachsene und größere Kinder sind.

Nachdem wir 2 Tage in Orlando verbracht hatten, sind wir nach Daytona Beach ins Ramada direkt an der Atlantikküste gefahren. Von dort sind wir dann die nächsten Tage nach Orlando gefahren um dort Sea World und die Universal Studios zu besuchen. Eine Tour ging auch gen Norden nach St. Augustine, ein bisschen in Geschichte machen.

Sea World
Sea World war ursprünglich ein Tierpark, spezialisiert auf Meerestiere. Dort kann man Delphine, Wale, Alligatoren, Pinguine, Manatees und andere Meeressäugetiere und Fische sehen und erleben. Es gibt Wal- und Delphinshows, eine Eisstation, in der man Meerestiere beobachten kann, die in der Arktis bzw. Antarktis leben, wie z.B. Eisbären, Belugawale, Pinguine usw. 
Als wir in dem Jahr (1998) dort waren, gab es dann auch schon die erste Achterbahn dort: Journey to Atlantis. Das ist eine kombinierte Wildwasser-/Achterbahn. Solltet Ihr ausprobieren, macht richtig Spaß. Wer wasserscheu ist, wird den dort aber nicht finden, denn nicht nur die Fahrt wird nass, sondern man wird auch von außen mit Wasserkanonen “befeuert”. Wir können es aber eigentlich nur jedem empfehlen, denn bei den hohen Temperaturen in Florida ist das eine willkommene Abkühlung. Der unangefochtene Star in Sea World ist natürlich der Killerwal Shamu. Der hat dort auch eine eigene Show. In dieser Show zeigen die großen Tiere eine Art Spielshow. Sie zeigen dort verschiedende Jagdtechniken dieser Wale, “spielen” mit den Trainern und durchnässen(!) die Zuschauer. Achtung, dort werdet Ihr richtig nass. Aber auch nur, wenn ihr in der “Soak Zone” sitzt, das sind die ersten 14 Reihen. Auch hier gilt: Eine willkommene Erfrischung.
Sea World ist aber nicht nur ein Tier-/Vergnügungspark. Sea World hat sich auch der Erforschung und Betreuung der Meeresbewohner verschrieben. Es werden dort Manatees, die durch Sportboote verletzt wurden, gesund gepflegt und wird versucht sie wieder auszuwildern. Auch wenn solche Tierparks nicht jedermanns Sache sind, ist der Park ein Besuch allemal wert. Schon aus dem Grunde, wenn man mal den Vergleich mit deutschen Delphinarien heranzieht. Wir können nur sagen: Da liegen Welten dazwischen.

Natürlich ist gerade Sea World auch etwas für Kinder, sowohl groß als auch klein. Dort gibt es auch einen großen Spielbereich für die Kinder. Mit Klettergerüsten, Rutschen, fernsteuerbaren Schiffen und Autos. Auch große Sandkisten und Trampolins lassen die Kinderherzen höher schlagen. Dieser Bereich ist gut für eine Pause, in der die Großen sich ausruhen und die Kleinen nach Herzenslust rumtollen können.

St. Augustine

Wer sagt, dass wir nur shoppen gehen und die Parks besuchen, den strafen wir jetzt mal Lügen, denn wir waren 1998 in St. Augustine. 1998 war ein Jahr indem es viele Brände in Florida gab. Dieses konnte man besonders an der A1A Richtung Norden sehen. Dort gab es sehr viel verbrannte Fläche, indem aber auch schon wieder Häuser standen. Entweder neu aufgebaut, oder wie durch ein Wunder vom Feuer verschont. Und was besonders auffiel. Die Bäume und anderen Pflanzen standen alle verkohlt umher, aber die bekannten Werbeschilder an den Highways waren schon wieder neu aufgebaut worden. Einfach verrückt. Aber irgendwann erreichten wir dann unser Ziel für den heutigen Tag.
St. Augustine ist eine der ältesten Städte der USA. Dort steht auch das älteste Schulhaus der Vereinigten Staaten von Amerika. Seht ihr, wir können auch anders, nicht nur shoppen gehen. In St. Augustine haben wir uns das spanische Viertel angeschaut, in dem alles so wieder aufgbaut wurde, wie es im 19. Jahrhundert aussah. In St. Augustine erfährt man viel über die ersten Jahre von Florida. Es gibt dort das Castillo de San Marco. Diese Festung wurde im 17. Jahrhundert gebaut und wurde niemals erobert. Erst 1763 ergaben sie die Spanier den Briten, als Spanien Florida gegen Kuba eintauschte. Kuba wurde kurz vorher von den Briten erobert. Von ganz oben auf dem Festungswall hat man einen herrlichen Blick über die Gegend und den Matanzas-Fluß. Der Besuch in diesem “Festungs-Museum” ist allerdigs kostenpflichtig.
Bekannte Gebäude inm St. Augustine sind auch das Flagler College und das Lightner Museum. So ein Tag Geschichte schlaucht aber auch ganz schön, aber es war interessant und mal was anderes. Man sollte sich als Florida-Begeisterter schon ein bisschen mit der Geschichte, die ja eh nicht so alt ist, auseinander setzen. Und wir sind mal rausgekommen aus dem “Sun ‘n’ Fun belt” in Zentralflorida. Aber natürlich nicht zu lange. Mittlerweile müsstet ihr uns ja schon ein wenig kennen und wissen, das da Park-mäßig noch was kommt. Genau, die Universal Studios.

Universal Studios
Die Universal Studios sind, wie wir ja schon geschrieben haben nicht unbedingt was für kleine Kinder. Und da wir dort das letzte Mal 1994 waren, standen die auch wieder auf dem Besuchsplan. Das Gelände um den Park herum, war eine große Baustelle, da bereits mit Bauarbeiten zum neuesten Universal-Park in vollem Gange waren: “Universal: Island of Adventure”. Dieser Park wurde 1999 eröffnet und ist, soweit wir wissen, noch größer als die Universal Studios. Leider waren wir noch nicht dort, aber das steht auch schon auf unserer Liste. Aber auch im “alten” Park, den Studios hat sich ein wenig was getan. Twister ist als neue Attraktion hinzugekommen.  Einen mehr oder weniger echten Hurrikan miterleben. Puuh, war ganz schön windig. Dann natürlich wieder die Fahrt beim weissen Hai “Jaws”. Diesmal lief aber nicht alles so gut. Zuviel Blut, zuviele Tote. Ach Quatsch, natürlich nicht, was wir meinen ist, dass die Attraktion etwas fehlerbehaftet war. Dort wo es brennen sollte brannte nichts und andere kleine Pannen. Dies merkte man aber nur, wenn man die Fahrt schon kannte. Ansonsten haben wir geschaut, was gab es Neues, davon gab es aber nicht allzuviel. Für kleine Kinder war noch als neue Attraktion “A Day in the Park with Barney”. Barney ist ein großer purpurfarbener Dinosaurier, der Kindern etwas beibringt. Dies gibt es auch als Fernsehserie und ist in den USA sehr erfolgreich. Hier bei uns gab es auch einige Folgen davon. Und da user Sohn davon begeister ist, haben wir die Show besucht und für ihn auf Video aufgenommen. War ganz schön. Viele amerikanische Kinderlieder zum Mitsingen. Hat Spaß gemacht.
Auch die Blues Brother gaben dort auf den Strassen in den Studios eine fetzige mitreißende Musikshow mit ihren größten Hits. So richtig was zum mittanzen und -singen. Da kommt doch mal wieder so richtig Schwung in den von der Hitze ausgelaugten Körper.

Orlando Airport – der letzte Tag
Am letzten (heul, schluchz) Tag mussten wir dann wieder alles einpacken und uns auf den Weg machen.
Auf dem Weg zum Flughafen in Orlando haben wir dann nochmal kurz bei einem Fast Food-Restaurant angehalten und ordentlich gegessen, da es auf Flughäfen ja doch teurer ist.
Also kamen wir gesättigt am Flughafen an. Gaben den Wagen zurück, wobei dort mal wieder alles glatt lief, ohne das irgendwelche Beanstandungen gemacht wurden. Dann alle Koffer auf den Kofferwagen und ab zum Schalter von Martinair zum Einchecken. Dort fielen wir dann aus allen Wolken. Der Flieger, eine Boeing 767, wurde in Amsterdam gecheckt und dabei sind einige technische Probleme aufgetaucht die erst behoben werden mussten, so dass die Maschine erst mit 4(!) Stunden Verspätung starten konnte und somit auch erst dementsprechend spät in Orlando ankommen sollte. Das war dann auch so. Aber warum habe ich das mit dem Essen erwähnt? Ganz einfach, wir bekamen als kleine Entschädigung einen Essengutschein über $12,- pro Person, einzulösen bei allen Flughafenrestaurants. Und das uns, wo wir so “voll” waren. Na ja, erst mal sind wir ein bisschen rumgelaufen und haben den Flughafen “erkundet”. Auch dort gibt es natürlich die beliebten Stores der einzelnen Vergnügungsparks, wie den Disney Store, den Sea World Store, einen Universal Studio Store usw. Also viele Plätze, wo man noch ein paar Dollar lassen kann.
Im Flughafen gibt es ein Hotel der Hyatt-Kette. Es passt so richtig schön in den Flughafen hinein, welcher nebenbei gesagt, auch ein sehr schöner ist. Das Hotel hat außenliegende Fahrstühle zur Flughafenhalle hin gelegen. Es geht über 7 Stockwerke und gehört zur gehobeneren Klasse. Wir hatten ja Zeit genug uns das alles anzuschauen. Aber auch diese 4 Stunden waren dann vorüber und wir machten uns auf den Weg in die alte Heimat.

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